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FC Erfurt Nord gewinnt das Stadtderby gegen den SV Blau-Weiß Büßleben


Fußball: Joker Kolpar erzielt Sekunden nach seiner Einwechslung das 1:0. Am Ende steht ein 2:0 gegen Büßleben und die Herbstmeisterschaft.

Mit seiner Schnelligkeit war Erik Tschirschky (links) ein Gefahrenherd für den FC Erfurt Nord (Christoph Weichert), der aber stark verteidigte. Foto: Jakob Maschke Mit seiner Schnelligkeit war Erik Tschirschky (links) ein Gefahrenherd für den FC Erfurt Nord (Christoph Weichert), der aber stark verteidigte. Foto: Jakob Maschke

Erfurt. Der Morgen des Derbytages begann für Serkan Kolpar ziemlich zeitig. Wie fast an jedem Samstag, wenn sein FC Erfurt Nord spielt, musste der Stürmer auch vorgestern um 6.30 Uhr in sein Postauto steigen und Pakete ausliefern. „Deshalb habe ich mich auch an meine Rolle als Einwechselspieler gewöhnt“, sagt der 29-Jährige. „In dieser geilen Truppe bin ich froh, wenn ich meine 20 Minuten bekomme.“

Die bekam er auch etwa beim Stadtduell gegen den SV Blau-Weiß Büßleben. Beim Stand von 0:0 wurde Kolpar, der einst in Dachwig Thüringenliga spielte, in der 72. Minute eingewechselt. Bis dato hatte sein Team im Topspiel der Fußball-Landesklasse, Staffel 2, in der ersten Halbzeit gegen nervös agierende Büßlebener zu wenig zustande gebracht und nach der Pause den Spielfaden vollends verloren, da die Gäste, die als Tabellendritter angetreten waren, nun besser in den Zweikämpfen waren.

Der Minutenzeiger hatte noch keine ganze Umdrehung gemacht, da hatte der Edeljoker des Tabellenführers seinen großen Moment. Mit langem Ball ins Zentrum hatte Lugmeier den durchstartenden Metschulat freigespielt. Gekonnt nahm das Nord-Talent den Ball mit der Brust herunter, sprintete zur Grundlinie und spielte ihn flach vors Tor. Das Spielgerät erreichte den am zweiten Pfosten lauernden Kolpar. Just, als ein Verteidiger noch klärend dazwischen grätschen wollte, verzögerte der Angreifer lässig, machte noch einen kleinen Haken – und schob die Kugel, gerade druckvoll und platziert genug, damit Büßlebens Keeper Apitius nur noch mit den Fingerspitzen dran kam, zum 1:0 ins linke Eck.

„Ich habe einen Trick: mein ‚Wackelbein‘. Dabei wollte ich eigentlich auf der anderen Seite vorbei, bin aber ausgerutscht“, beschrieb Kolpar die Szene nach dem Schlusspfiff grinsend. Soeben hatte sein Team mit 2:0 gewonnen und sich die Herbstmeisterschaft gesichert.

Die erste Halbzeit wurde indes von beiden Teams auf wenig meisterlichem Niveau geführt. Die Gastgeber waren wie gewohnt um Spielkontrolle bemüht, agierten aber fast ebenso hektisch und ungenau wie der Gegner in Blau, dem man das Fehlen der Stammkräfte Simon, Dimitrovici, Appel und im ersten Durchgang auch Frenzel anmerkte. Die Wisocki-Elf erkämpfte wenige Bälle – die Substanz ihres gefürchteten Konterspiels. Und wenn, dann wurden diese ungenau weitergespielt. Chancen ergaben sich so nur aus Fehlern. Büßlebens einzige vor der Pause hatte Westhaus, der den Ball nach Mittelbachs ungenügender Faustabwehr aber weit übers Tor setzte (7.). Nord war mit zwei Fernschüssen gefährlich: Erst spielte Laube, wie Westhaus defensiv ein Schwachpunkt bei den Büßlebenern, den Ball in die Füße von Pham, dessen 20-Meter-Schuss über Apitius, aber auch knapp links vorbei ging (31.). Vier Minuten später versuchte es Wetzold beinahe aus der doppelten Distanz schlitzohrig per Heber – doch der Ball klatschte ans Lattenkreuz.

Auf die Frage, ob er bislang zufrieden sei, nickte Nord-Coach Christian Stieglitz zur Halbzeit dennoch zufrieden, während Mario Wisocki meinte: „Nein, meine Jungs sind viel zu aufgeregt.“

Mit der Einwechslung seines Mittelstürmers Frenzel, der berufsbedingt erst in der Halbzeitpause in die Grubenstraße eilte, bot sich Wisocki nach dem Seitenwechsel ein anderes Bild. Frenzel schuf mit seiner Körperlichkeit Räume für seine schnellen Nebenleute, von denen besonders Tschirschky, der sich auf dem Flügel sichtlich wohler fühlte als im Zentrum, profitierte. Zu klaren Möglichkeiten kamen die Gäste trotzdem nicht, weil Tschirschky (63., 67.) und Laube (71.) von der aufmerksamen Nord-Deckung im letzten Moment gestoppt wurden.

Gerade, als Büßleben mehr vom Spiel hatte, schlug Nord im Konter eiskalt zu – für Torschütze Kolpar, der am Nikolaustag 30 wird, zugleich ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk. Büßleben war beeindruckt, Nord legte nun die Körpersprache und das Selbstverständnis eines Spitzenreiters an den Tag. Und legte nach: Wieder entblößte ein langer Ball – diesmal von Decker mit seinem schon siebten Saison-Assist – Büßlebens Hintermannschaft. Pham war frei durch und setzte den Ball zum 2:0 ins rechte Eck (83.).

So jubelte Nord nach dem sechsten Sieg in Folge über die Herbstmeisterschaft, Büßleben könnte beim Nachholspiel in Bielen am kommenden Samstag wieder auf Rang drei klettern.

Jakob Maschke / 03.12.18


 

Geschrieben von: Hausmeister am 03.12.2018

 

 

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