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Rettungskräfte werden auch in Erfurt angepöbelt und bedroht


Polizeischutz im Einsatz sieht die Feuerwehr nicht als Lösung des Problems

Einsatzbekleidung der Feuerwehr hängt im Gefahrenschutzzentrum Foto: Marco Schmidt Einsatzbekleidung der Feuerwehr hängt im Gefahrenschutzzentrum Foto: Marco Schmidt

Erfurt. Polizeischutz bei den Einsätzen von Feuerwehrleuten an den kommenden „brenzligen Tagen“ zu Silvester, Karneval oder Weihnachten hat die Feuerwehr-Gewerkschaft Thüringens jetzt gefordert.

Von Polizeischutz an bestimmten Tagen oder zusätzlicher Schutzkleidung für Feuerwehrleute ist man in der Landeshauptstadt eher weit entfernt.

Missachtung, Beleidigungen und Bedrohungen von Rettungskräften im Einsatz sind jedoch auch in Erfurt zunehmend ein Problem. „Die Einsatzkräfte sind im Prinzip 365 Tage im Jahr solchen Gefahren ausgesetzt“, sagt der Erfurter Feuerwehr-Chef Tobias Bauer. Während der Weihnachtsmärkte, zu Silvester oder im Karneval sei ganz viel Alkohol im Spiel. Dann häuft sich das. Und doch greift ein spezieller Polizeischutz an diesen Tagen seiner Ansicht nach zu kurz. Abgesehen davon, dass die Polizei das personell gar nicht leisten könne.

„Mit Polizeischutz lösen wir das Problem nicht“, gibt er zu bedenken. Dass die Gewerkschaften sich ebenso wie der Landesfeuerwehrverband und der Deutsche Feuerwehrverband des Themas annehmen, findet er dennoch gut. Das rückt es mehr ins öffentliche Bewusstsein.

Mit der veränderten Gesetzgebung, die jetzt nicht mehr nur in erster Linie Vollstreckungsbeamte im Einsatz besonders schützt, ist laut Bauer schon ein wichtiger Schritt getan. Vor allem, weil Behinderung und Bedrohung mittlerweile stärker geahndet werden. „Eigentlich ist es aber ein Unding, dass Rettungskräfte angepöbelt, bedroht und in ihrer Arbeit behindert werden“, so Bauer.

Für den Feuerwehr-Chef gibt es noch andere Wege, dem entgegenzuwirken. „Das wären zum einen immer wieder Appelle an die Öffentlichkeit“, sagt er. Zudem gibt es auch Schulungen für Multiplikatoren, die vermitteln, wie gefährliche Situationen entschärft werden können. Diese tragen das weiter, auch in die freiwilligen Feuerwehren, für die das Problem der zunehmenden Aggressivität ebenfalls besteht.

Ein Feuerwehrmann hat mit seiner normalen Schutzausrüstung im Einsatz genug Gewicht zu tragen. „Das sind locker 25 Kilogramm“, so Bauer. „Zudem wollen wir Rettungskräfte uns auch äußerlich von der Polizei abgrenzen.“ Polizisten müssten auch Störern gegenüber treten. Feuerwehrleute und Rettungssanitäter hätten es in erster Linie mit Hilfsbedürftigen zu tun.

Bei der 65. Delegiertenkonferenz des Deutschen Feuerwehrverbandes, die im September in Erfurt auf der Messe ausgerichtet wurde, gab es dazu eine Resolution mit dem Titel „Unsere Einsatzkräfte – unsere Sicherheit! Nein zur Gewalt gegen Feuerwehrangehörige“.

Lydia Werner / 08.12.18


 

Geschrieben von: Hausmeister am 09.12.2018

 

 

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