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Protest und Projekte beim Picknick gegen Rassismus in Erfurt


Rund 100 Erfurter verhinderten im Brühler Garten einen Rechten-Aufmarsch. Die „Thügida“-Demo am 17. August war wichtigstes Gesprächsthema.

Erfurt. Bei einem Picknick im entspannten Ambiente des Brühler Gartens haben am Samstag rund 100 Erfurter besprochen, wie Flüchtlinge besser integriert werden können.
Das „Picknick gegen Rassismus“ war von den Stadträten Kevin Groß (SPD) und Daniel Stassny (Freie Wähler) kurzfristig angemeldet worden, um ein im Internet angekündigtes Treffen rechter Gruppen im Brühler Garten zu verhindern.
Die Rechten ließen sich nicht blicken. Rings um die Picknickkörbe drehten sich die Gespräche vor allem um einen weiteren Rechten-Aufmarsch.
Die so genannte „Thügida“-Bewegung hat angekündigt, am 17. August unter anderem in Erfurt demonstrieren zu wollen. Treffpunkt und Route sind bisher offenbar noch nicht angemeldet. Doch besagen Gerüchte, dass der Aufmarsch für den Erfurter Norden geplant ist. Die Picknick-Gäste zeigten sich entschlossen, sich der ausländerfeindlichen Hetze erneut in den Weg zu stellen. Die Runde machte auch ein Projekt der Staatswissenschaft-Studentin Medine Yilmaz. Sie möchte Pakete mit Schulmaterialien an Flüchtlingskinder der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl spenden.
Jedes Paket besteht aus rund 50 Teilen. Die Spendenaktion findet vom 7. bis 19. September statt. Yilmaz hat bereits die Unterstützung eines Schreibwarenladens aus der Johannesstraße, der die Pakete zum Einkaufspreis zusammen stellen will. „Ein Unternehmer hat bereits 50 Pakete gespendet“, sagte Yilmaz. Sie hofft nun auf weiteres Engagement. Andere Teilnehmer des Picknicks sahen Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation der Stadt. Über Flüchtlingsunterkünfte sollten Anwohner besser und frühzeitiger informiert werden, meinte etwa Stassny. Der Anmelder zog ein positives Fazit und freute sich, dass die Parteizugehörigkeit der Teilnehmer an diesem Tag keine Rolle spielte. Grüne und Linke hatten das Picknick unterstützt. Die Veranstaltung werde wiederholt, meinte Stassny. Das nächste Picknick solle langfristiger und gemeinsam mit dem Ausländerbeirat geplant werden, so dass die angestrebte Integration von Flüchtlingen auch praktisch gelebt werden kann.

 

Geschrieben von: Hausmeister am 10.08.2015   |  Wertung:  

 

 

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